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Kartellamt prüft Volumentarife der Telekom

Von | 2018-01-10T15:26:14+00:00 03. Juni 2013|DSL|0 Kommentare

Wettbewerbshüter vom Kartellamt haben Bedenken wegen der neuen DSL-Tarife der Telekom. Sie könne sich Wettbewerbsvorteile erkaufen und dadurch andere Anbieter wie Vodafone benachteiligen. Es könnte Ärger mit dem Bundeskartellamt geben. Vorher hatte die Telekom von Kunden ordentlich Kritik erhalten.

Gegenüber der FAZ hat Kartellamtspräsident Andreas Mundt sich bezüglich der DSL-Drosselung geäußert. Dabei beruft er sich auf Daten der Bundesnetzagentur. Die Telekom hat derzeit rund 12,4 Millionen Anschlüsse. Damit kontrolliert sie etwa 45 Prozent des Breitbandmarktes. Laut Kartellamt ist das Unternehmen dementsprechend marktbeherrschend. Daher musste die Telekom die eigenen Pläne gegenüber dem Kartellamt offenlegen. Jetzt hat das Kartellamt diese ausgewertet. Ein Verfahren oder Ermittlungen gibt es nicht, allerdings verschafft man sich einen genauen Überblick, so Mundt.

Das Problem sieht Mundt im folgenden: Kleine Provider könnten es schwer haben in den Markt einzutreten und könnten sich keine „prioritäre Behandlung“ leisten. Ein grundsätzliches Recht auf Flatrates gibt es aber nicht. Außerdem nahm Mundt die Telekom in Schutz und zeigte Verständnis für die Einführung von Volumentarifen. Normalnutzer müssen nicht den gleichen Betrag wie Intensivnutzer zahlen. Probleme gibt es nur, wenn die Netzneutralität in Gefahr gerät. Dann würde nämlich eine wettbewerbsrechtliche Dimension hinzu kommen.

Weiterführende Informationen: Bericht der FAZ

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