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OOFDM ermöglicht Ultra-High-Speed-Breitbandinternet mit 100 Gbit/s

Von | 2018-01-10T12:51:47+00:00 13. November 2012|Glasfaser-Internet|0 Kommentare

Studenten der britischen Bangor University fanden in ihren Forschungen eine neue Art mit Lichtwellenleitern in Glasfaserkabeln umzugehen. Dadurch lässt sich die Übertragungsgeschwindigkeit in Up- und Download-Richtung für Endverbraucher enorm erhöhen. Bis zu 100 Gbit/s sind technisch realisierbar. Das würde mehr als 6000-fach so schnell wie ein herkömmlicher DSL-Anschluss (16 Mbit/s) sein.

Ein spezielles Modem sorgt dafür, dass sich die Übertragungsgeschwindigkeiten in den Lichtwellenleitern enorm erhöhen. Die Kosten sollen aber nicht gesprengt werden. Die Technik „Optical Orthogonal Frequency Division Multiplexing“ (OOFDM) soll mit denselben Kosten wie bisher erreicht werden. Neue Glasfaserkabelmodem sind dafür notwendig. Die Integration in bestehende Glasfaser-Infrastrukturen ist aber möglich.

Optical OFDM Modem

Optical OFDM Modem

Vorausgesetzt wird aber, dass das Glasfasernetz bis zum Verbraucher geht. Darunter wird die Technik FTTH (Fiber-to-the-Home) oder FTTX verstanden. Das „X“ bei letzterem Begriff steht für ein beliebiges Ziel – also etwa einem Rechenzentrum oder Unternehmensgebäude.

Bei bisherigen Glasfaser-Übertragungstechniken werden in schnellen Sequenzen kurze Moden übertragen. Bei langen Distanzen und im High-Speed-Bereich gehen die Moden ineinander über. Dieses ineinander übergehende zu mindern ist komplex und kostspielig. Beim Orthogonales Frequenzmultiplexverfahren wird durch Orthogonalität der Träger ein Übersprechen zwischen Signalen reduziert.

20 Filme in einer Sekunde herunterladen

Im Endeffekt können bis zu 20 Filme in einer Sekunde übertragen werden. Unternehmensbilanzen sollen mit der neuen Technik in nur einer Sekunde an das Finanzamt übermittelt sein. 3D-TV, Online-Spiele, Video-On-Demand oder Musik-Downloads könnten angesichts des wachsenden Internet-Traffics von der neuen Technik des Lichtwellen-Multiplexings profitieren.

Hinter dem Projekt steht Professor Jianming Tang. Er arbeitete mit seinen Studenten an der „School of Electronic Engineering“. Bangor hat bereits eine Reihe von Patenten beantragt, wie es in dem nachfolgenden Video heißt.

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